Prozessaudits ISO 9001

posted am: 18 April 2017

Ein Prozessaudit fungiert im Qualitätsmanagement eines Unternehmens zur Qualitätsfähigkeitsbeurteilung von Produkten/ Produktgruppen sowie deren Prozesse. Das Prozessaudit ist ganz klar als Teil des Qualitätsmanagementsystems eines Unternehmens zu bewerten. Hauptzielführend ist, die relevanten Prozesse störrobust aufzubauen und zu beherrschen.

Zu den Hauptzielgrößen eines Prozessaudits gehören die Vorbeugung, die Korrektur sowie die kontinuierliche Verbesserung. Die Vorbeugung impliziert das Erkennen, das Aufzeigen und das Einleiten von Korrekturmaßnahmen, die die Existenz von Defiziten vermeiden. Die eigentliche Korrektur beinhaltet das Analysieren von bereits bekannten Defiziten, sowie die Durchführung von Maßnahmenaktionen zur Beseitigung, sowie die Vermeidung des wiederholten Auftretens. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess dient dazu implementierte Maßnahmen, die aus einem Prozessaudit stammen, kontinuierlich zu verbessern, um den Prozess störunanfälliger zu machen.

Das Prozessaudit – Umsetzung von Qualitätsaudits nach ISO 9001

Prozessaudits ISO 9001 werden auch Verfahrensaudits genannt. Nicht festgestellt wird, ob ein Produkt fehlerhaft oder fehlerfrei ist. Es dient vielmehr einer kontinuierlichen Prozessverbesserung. Ein Prozessaudit/Verfahrensaudit überprüft Vorgänge, sowie Arbeitsabläufe hinsichtlich systematischer Fehler. Zu den erweiterten Forderungen der DIN ISO 9001 im Quality Management gehört ein systematisches Prozessmanagement. Ein in einem bestimmten Turnus durchgeführtes Prozessaudit ist in diesem Bereich einfacher und auch schneller durchführbar, wenn bereits auf ein implementiertes QM-System zurückgegriffen werden kann, oder fundierte Datenmengen für die zu untersuchenden relevanten Prozesse bereits existieren.

Voraussetzungen zur Prozessauditdurchführung - Prozessaudits ISO 9001

Um ein Prozessaudit sinnvoll durchführen zu können ist es notwendig, dass bei der Untersuchung auf bereits festgelegte und definierte Soll-Prozesse zurückgegriffen werden kann. Es ist hierbei eine Voraussetzung, dass die an dem Prozess beteiligten Personen über relevante Kenntnisse, sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zu den Prozessen oder auch Produkten verfügen. Sie müssen in dieser Konstellation die technologischen Zusammenhänge verstehen, die in dem Audit durchgeführt und beschrieben werden. 

Die relevanten Fähigkeiten und Fertigkeiten sollten die folgenden Parameter erfüllen. Hierzu gehören ein fundiertes Prozessvisualisierungsverständnis, sowie fundierte Kenntnisse der prozessrelevanten Begrifflichkeiten, ein fundiertes unternehmensspezifisches Prozesswissen, sowie fundierte Kenntnisse der Prozesswechselwirkungen der verschiedenen Prozesse, ein fundiertes Wissen über technische Prozess-, Produkt- und Dienstleistungsmerkmale. Klick hier für weitere Informationen dazu.

Stereotypischer Ablauf eines Prozessaudits

Bevor ein Audit beginnen kann, erfolgt zunächst die Prozesseingrenzung. Hierzu wird die Prozesslandschaftskarte einer Unternehmung hinzugezogen, auch um die Wechselwirkungen in den einzelnen Prozessen darzustellen. Im nächsten Schritt erfolgt die Prozessabgrenzung der Prozesslandkarte, welche in eine Normanforderungsmatrix und eine Prozessanforderungsmatrix übertragen werden. Im Anschluss ist es wichtig jeden als relevant identifizierten Prozess in Prozesskategorien einzuordnen.  Es erfolgt eine Untergliederung in Führungsprozesse, Leistungsprozesse, direkte Leistungsunterstützungsprozesse, sowie Unterstützungsprozesse.

In dieser Phase sollte eine direkte Zuordnung der wichtigen Normanforderungen gemäß ISO 9001 – Absätzen vorgenommen werden. Das Prozessaudit – Im Überblick zusammengefasst Ein Prozessaudit dient der Qualitätsfähigkeitsverbesserung des entsprechenden Verfahrens. Mit in die Betrachtung integriert werden dabei direkte und indirekte Prozessparameter, die die Prozessqualität sowohl positiv, wie auch negativ beeinflussen können. Des Weiteren eignet sich ein Prozessaudit zur systematischen Prozessüberwachungsverbesserung bereits während der Fertigung oder zur Sicherstellung der gewünschten Ausprägung eines Prozessqualitätsmerkmals. 

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